Peter Beyerhaus

Ehepaar Peter und Ingegärd Beyerhaus am Tage ihrer Goldenen Hochzeit in Schweden (6. August 2005).
Ehepaar Peter und Ingegärd Beyerhaus

„Da fragte Jesus die Zwölf: ‚Wollt auch ihr weggehen?‘ Simon Petrus antwortete ihm: ‚Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes‘.“ (Johannes 6, 67-69)

Die von Ihnen geöffnete Homepage hat gleichzeitig zwei Domänen bzw. verantwortliche Träger. Die eine ist die Bekenntnisbruderschaft St- Peter und Paul, die andere ist speziell dessen Leiter zugeordnet. Er ist für die Auswahl der Eingaben verantwortlich und präsentiert sich unter dieser 9. Rubrik persönlich durch seinen Lebenslauf sowie durch aktuelle Berichte und Stellungnahmen, gelegentlich auch durch kurze geistliche Besinnungen.



Eindrücke von der 15. Korea-Reise

23. September 2016

Die nebenstehende Flagge ist die von Südkorea – in der Form mit dem weinenden Herzen aufgrund des Geteiltsein des Landes.

Vom 31. Mai bis 14. Juni 2016 folgte Prof. Dr. Peter Beyerhaus DD einer vielfachen Einladung von Kirchenführern und akademischen Verbänden zu Predigt- und Vortragsdiensten an verschiedenen Orten und in verschiedenen Organisationen Südkoreas. Es war dies sein 15. Korea-Besuch.

Im Folgenden bringen wir eine kleine Rückschau auf diese Dienstreise in Text und Bildern in Form einer PDF-Datei.

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Brief 1945 aus dem Familienarchiv – ein zeitgeschichtliches Dokument

15. August 2016

Der Verfasser schreibt dazu:

Diesen Brief schrieb ich als 16-Jähriger aus meinem damaligen Heimatort in Berlin-Borsigwalde an meine Mutter und meine beiden Geschwister. Sie hatten sich nach unserer Flucht aus dem Oderdorf Niedersaathen, wo wir in den letzten beiden Kriegsjahren 1943 und 1944 als „evakuierte“ Familie gelebt hatten, nach Hamburg-Volksdorf begeben. Ich lebte damals nach meiner Heimkehr aus Sachsen bei meinem Vater Siegfried Beyerhaus in unserem Pfarrhaus in Berlin-Borsigwalde.

Berlin-Borsigwalde, den 10. September 1945


Meine geliebte Mutti;
liebes Annelieschen und lieber kleiner Christian!


Nach langer, quälender Ungewißheit über Euer Schicksal erreichte uns heute endlich ein Brief vom 20. Juli, der uns wenigstens die Nachricht brachte, daß Ihr alle lebt und gesund seid! Dasselbe kann ich Euch auch von uns allen berichten, doch darauf kann Papa1 näher eingehen.
Da Ihr ja bisher noch keine Post von uns erhalten zu haben scheint, will ich euch noch einmal kurz mein Schicksal berichten:

 
Schloss Gauernitz Kreis Meißen auf einer 1929 versandten Ansichtskarte. Im 14. Jh. erstmalig erwähnt, verschönerten es später die Zinzendorfer Grafen.

Wir brachen Ende April unser Gauernitzer Lager ab, da die Russen immer näher heranrückten, und kamen in einer Dorfschulklasse bei Frauenstein im Ost-Erzgebirge unter. Nach einer Woche erreichte uns der Befehl, die 6. Klasse sei aufzulösen und in ein ehemaliges Wehrertüchtigungs-Lager nach Seiffen zu schicken.


Die Bergkirche Seiffen, eine achteckige Rundkirche und unzählige Male als Miniatur nachgebildet, ist eine der berühmtesten Kirchen der Welt.

Da hatte ein H.J.-Bonze, um seine Stellung zu retten, ein Battallion aufgestellt, wo er 15-16-jährige Jungen zu „Panzerknackern“ ausbilden wollte.
„Poseidon“ (Spitzname unseres Schulleiters Weßling) war tatsächlich so dumm, uns dahin zu schicken. Mit unserm wichtigsten Gepäck kamen wir dort am Sonnabend, dem 5. Mai, an.
Wir wurden in Soldatenuniformen gesteckt und hatten etwas Ausbildung.
Aber schon am Montag, dem 7. Mai, sahen wir in der Ferne Panzer der Roten Armee. Dem H.J.-Bonzen wurde die Sache brenzlich, und in der Nacht brachen wir unter Zurücklassung unseres meisten Gepäcks auf.

In Nachtmärschen liefen wir durch das Erzgebirge, um die Amerikaner zu erreichen. Aber am 9. Mai, dem Tage der Kapitulation, erreichte uns die Spitze der Roten Armee. Sie taten uns aber nichts; wir lösten uns auf und machten uns in kleinen Gruppen auf den Heimweg.

Da ich sehr um Papa in Sorge war, beschloß ich, nach Berlin zu wandern. Ich kam also über Johanngeorgenstadt, Aue, Chemnitz bis Dresden, wo uns russische Soldaten auffingen und in ein Gefangenenlager brachten.
Dort ging es mir nicht sehr schlecht, zumal ich schon am 3. Morgen wieder entlassen wurde, weil ich noch so jung war. Wir wanderten also weiter über  Jüterbog bis Luckenwalde, und von dort brachte mich ein Zug bis Lankwitz, von wo ich noch am Nachmittag bis Borsigwalde lief.
Daß ich Papa erst am andern Tage wiedersah, wird er Euch berichten.
Die Wiedersehensfreude war natürlich sehr groß.


Die Notkirche von Borsigwalde (1928-1969), eine ehemalige Offiziersbaracke, an der Siegfried Beyerhaus von 1938 bis 1954 Pfarrer war (Quelle: www.borsigwalde.eu).

Wenn ich nun zurückschaue, so muß ich immer wieder sagen: Wie gnädig hat mich doch der liebe Gott beschützt, dass er mich immer wieder auf meiner Wanderschaft zu guten Menschen führte, die mich freundlich aufnahmen, mir zu essen gaben und mir Quartier boten!
Laßt euch das lehren, immer barmherzig gegen Hilfsbedürftige zu sein!

Oma wird Euch berichten, wie ich sie nach Berlin holte. Seit dem 1. Juni besuche ich nun wieder meine alte Schule. Der gute Dr. Rohde6 war alter Stahlhelmer und 1933 in die SA übernommen worden. Er war aber gänzlich gegen das Regime. Nun wurde er zu schweren körperlichen Arbeiten herangezogen, und er sollte nicht wieder ins Lehramt zurückkehren.
Das nahm ihn so mit, dass er zusammenbrach und starb. Wir verloren in ihm unsern besten Lehrer. Wie lieb nahm er sich meiner im Lager an! Wir nahmen an der Beerdigung teil.

Diese Woche soll es Zeugnisse geben und wir versetzt werden.
Meine Zeit verbringe ich mit dem Heranschaffen von Lebensmitteln, d. h. einkaufen, Pilze suchen oder „Wildgemüse“ rupfen. Wenigstens hatten wir bisher immer Falläpfel für Apfelmus. Aber jetzt habe ich unsere Äpfel abgenommen, da uns zu viele gestohlen wurden; auch unsere beiden Birnbäume wurden uns fast restlos geplündert, dazu noch Äste abgebrochen.


Das Pfarrhaus heute in der Tietzstraße 36, zu dem auch ein Garten gehörte (Quelle: www.borsigwalde.eu). Erbaut 1908, sah es früher natürlich noch schmucker aus.

Der Garten macht viel Arbeit, die ich allein tue, aber leider ist zu spät damit begonnen worden, so dass wir  fast gar kein Gemüse haben, außer etwas Salat und Radieschen. Vielleicht wird im Spätherbst noch etwas Kohl dazukommen.
Herr Rohne will mir jetzt etwas helfen, vor allem beim Auslichten der Sträucher.

Wenn die Demarkationslinie nicht so scharf bewacht wäre, wäre ich schon längst bei Euch, Ihr Lieben. Nun sind wir schon 7 Monate von einander getrennt! Wie mag sich der liebe Christian und auch Anneliese entwickelt haben? Erst jetzt lernt man unsere schöne Zeit im Forst-Häuschen7 so recht schätzen. Und all das Gebiet für immer verloren!


Niedersaathen – heute Zaton Dolna – : Blick auf das stille, an die Berghänge mit ihren wildromantischen Wäldern geschmiegte Dörfchen im Naturpark Unteres Odertal.

Wißt Ihr etwas über Morgensterns? Wie mag es ihnen ergangen sein?
Von Konrad wissen wir auch nichts. Schulz-Fadenrecht habe ich mal besucht. Sein Vater war P. G. und ist abgeholt worden, ebenso geht es Scheller. Niemand weiß, wo sie blieben.

Nun, Ihr Lieben, seid innigst gegrüßt von
Euerm
Peter


Anmerkungen

1. Gemeint ist mein Vater, Pfarrer Siegfried Beyerhaus (geb. 1900).
2. Es handelt sich hier um das Schloss Gauernitz am Westufer der Elbe gegenüber der Stadt Koswig.
3. Seiffen, mit dem Beinamen „Spielzeugdorf“, ist ein malerisch gelegener Kurort im mittleren Erzgebirge.
4. Führer in der Hitlerjugend
5. Die amerikanische Armee war im Frühjahr bis nach Sachsen vorgestoßen, während die sowjetrussische Armee aus dem Osten in westliche Richtung vordrang. Dieser wollten wir entkommen, weil wir uns unter der amerikanischen Besatzung sicherer fühlten.
6. Oberstudienrat Dr. Rohde war unser beliebter Lehrer in Latein und Griechisch und war mit unserer Schulklasse nach Sachsen mitgekommen. Er war nominelles Mitglied in der NSDAP.
7. In den beiden letzten Kriegsjahren 1943/44 lebte meine Mutter Fridel Beyerhaus mit uns drei Kindern Peter, Anneliese und Christian in einem leerstehenden  Forsthaus bei Niedersaathen an der Oder.
8. Die Familie Morgenstern wohnte bis zum Kriegsende in dem Ort Heiligenkreutz im ostpreußischen Samland. Mit ihr waren wir entfernt verwandt. Die Mutter Herta Morgenstern war eine Kusine meiner Mutter. Bei ihr war ich in meinen Sommerferien in den Jahren 1943 und 1944 zu Gast. Sie hatte 5 Kinder: Rothraut, Kristian, Irmingard, Wolfgang und den behinderten Dieter. Um seinetwillen konnte Mutter Herta ihr Wohnhaus nicht verlassen. Beide sind dann auf der Flucht erfroren und verhungert.
9. Konrad Voss war mein gleichaltriger Freund in Borsigwalde. Nach seinem Studium wurde er schließlich Professor für Mathematik in Zürich.
10. Walter Schultz-Fadenrecht war mein Klassenkamerad in der Oberrealschule in Schwedt an der Oder. Wir waren befreundet und ruderten oft gemeinsam auf der Oder.
11. P. G. = Parteigenosse in der NSDAP
12. Markward Scheller war mein Klassenkamerad auf dem Gymnasium in Berlin-Hermsdorf.

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15. Korea-Einsatz von Prof. Beyerhaus

30. Mai 2016

Liebe Brüder und Schwestern!“, schrieb Prof. Beyerhaus kürzlich an einige Bekannte. „Hiermit möchte ich Euch mitteilen, dass ich, so Gott will, in Begleitung von meinem Freunde Jürgen Schlicksupp nach Südkorea zu fliegen gedenke.“

Der Einsatz von Prof. Beyerhaus in dem Land, das ihm seit seiner Doktorarbeit geistlich ans Herz gewachsen ist, findet statt

vom 31. Mai bis 14. Juni 2016


Anblick der Myungsung Presbyterian Church in Seoul / Korea

Sein Dienst umfasst

  • Vortragstätigkeit an verschiedenen Universitäten,
  • Interviews von seiten verschiedener Zeitungen,
  • Predigten in den beiden Mega-Kirchen in Seoul - der Myungsung Church (größte presbyterianische der Welt) und der Full Gospel Church (mit über 620 Pastoren!),
  • Mitwirken an der Weltmissionskonferenz der UBF(University Bible Fellowship) mit ca. 5000 Teilnehmern
  • ein Treffen an der christlichen Yonsei-Universität, an der Prof. Beyerhaus ein Jahr lang Gastprofessor war.

 


Ehepaar Beyerhaus während der Gastprofessur 2003 mit Mitarbeitern vor der Allen Hall / Yonsei-Universität

Angesichts der großen Herausforderung dieses in Korea mit großer Hörbereitschaft erwarteten Einsatzes, unter Zurücklassen von Frau Beyerhaus für diese Zeit, sind Prof. Beyerhaus und sein Begleiter herzlich dankbar für alles fürbittende Gedenken.

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Prof. Dr. Peter Beyerhaus - ein neues Lebensjahr unter dem reichem Segen des erhöhten und wiederkommenden Herrn!

1. Februar 2016

 
Prof. Beyerhaus in der Kirche des geistlichen Freizeitzentrums von Hjälmseryd in Småland/Schweden neben einem Werk der Holzkünstlerin Eva Spångberg.

Ein an Ereignissen und Wirkkraft sehr erfülltes Lebensjahr geht für Prof. Beyerhaus mit dem ersten Monat des neuen Jahres zuende.  Auch wichtige Jubiläen haben es geprägt, zumal zwei „diamantene“. In sein  neues Lebensjahres fällt ein bedeutsames „goldenes“ Jubiläum: der Beginn seiner ökumenisch-missionarischen Professur in Tübingen mit dem Sommersemester 1966 nach neun Jahren Missionsdienst in Südafrika.


Jacaranda-Allee in Johannesburg / Südafrika
(Quelle: www.flickr.com/photos/martie1swart/6315327499/sizes/l/ )

„Meine Berufung auf den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und ökumenische Theologie in Tübingen [...]“, schreibt Peter Beyerhaus in seiner »Missionarischen Pilgerreise«, „erschien mir zunächst wie ein schuldhaft vorzeitiges Ende unserer Pilgerreise in die Mission. Aber in Wirklichkeit sollte die Heimkehr nach Deutschland nur ein neues Stadium derselben Pilgerreise einleiten und der Mission auf einer anderen Ebene und in einer nunmehr weltweiten Dimension dienen.“
Sollte das Jahr 1966 doch auch nicht nur eine unvorhersehbar außerordentliche Bedeutung für die Neuorientierung des Missionsdenkens und -handelns gewinnen. Vielmehr wurde es zugleich  für den Zweiten Kirchenkampf im deutschsprachigen Raum zu einem Schicksalsjahr, ab dem sich Prof. Beyerhaus einer Verantwortung gestellt hat, die er bis heute in großer geistlicher Gewissenhaftigkeit wahrnimmt und deren Frucht vielerorts spürbar ist. 


Prof. Beyerhaus im Alter von 50 Jahren als Präsident des Theologischen Konvents bei dessen 10jährigem Jubiläum in Frankfurt/M. Neben ihm die Professoren Walter Künneth, Joachim Heubach und Bodo Volkmann.

Mit dem Segenswunsch verbindet sich daher auch viel Dank. Er soll ausklingen in eine mehrfache, Grundanliegen des Jubilars aufnehmende Bitte, die sich in einem Lied im Württembergischen Kirchengesangbuch von 1849 so Ausdruck gibt:

Die du durch deinen Ruf der Kirche hast gegeben,
Erhalt bei reiner Lehr und einem heilgen Leben;
Leg deinen Geist ins Herz, das Wort in ihren Mund,
Was jeder reden soll, das gib du ihm zur Stund.

Ach segne all dein Wort mit Kraft an unsern Seelen;
Laß deiner Heerd es nie an guter Waide fehlen;
Such das Verirrte selbst, das Wunde binde zu,
Das Schlafende weck auf, das Müde bring zur Ruh.

Bring was noch draußen ist, zu deiner kleinen Heerde;
Was drinnen ist, erhalt, daß es gestärket werde;
Durchdring mit deinem Wort, bis einstens Heerd und Hirt
Im Glauben, Herr, an dich, zusammen selig wird!

(Lied Nr. 281: „Herr Jesu! Der du selbst von Gott als Lehrer kommen...“, von Fischer, 1695-1773, Vers 5-7)

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Südafrika-Reise 2015 - ein Bericht

18. November 2015

Bericht über unsere Reise nach Südafrika
vom 7. bis 18. September 2015

Mit meiner diesjährigen Reise nach Südafrika ging mein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, das Land, in dem Ingegärd und ich in den Jahren 1957 bis 1965 unsern gemeinsamen Einsatz in der Missionsarbeit geleistet hatten und wo drei unserer Kinder geboren worden sind,  noch einmal in meinem Leben wiederzusehen und die Stätten unseres einstigen Wirkens zu besuchen.


An der Küste Südafrikas (Aufnahme: P. Beyerhaus)

Es war also eine Art Nostalgiereise; aber nicht nur das. Denn ich spürte zugleich die Verpflichtung, unsere dortigen Freunde vor der Gefahr zu warnen, die mit der unseligen Gender-Ideologie auch auf sie zukommen werde und mit der die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften sich auf ihrem sechsten Ökumenischen Bekenntniskongress vom 4. bis 7. September im Einkehrhaus St. Virgil in Salzburg befasst hatte.

So sah das offensichtlich auch deren Präsident, Pastor Ulrich Rüß, weshalb er meinen treuen Begleiter Jürgen Schlicksupp und mich vor unserer Abreise unter Handauflegung aussegnete. Das war uns eine echte innere Stärkung.

Am folgenden Sonntagvormittag erreichten wir nur mit knapper Not per PKW den Flughafen München, weil die Autobahn fast verstopft war. Wir flogen die Nacht hindurch über London bis nach Kapstadt, wo wir in den ersten drei Tagen unseres Afrikabesuches von unserer guten Bekannten Frau Dorothea Scarborough gastlich in ihrem Haus aufgenommen wurden. Mit ihr besuchten wir den Afrikakenner Dr. Peter Hammond in seinem Livingstone-House.


Dr. Peter Hammond, Gründer der Frontline-Fellowship,
hier bei einem Video-Bericht über seine Begegnung mit Nelson Mandela.

Er machte ein Rundfunk-Interview mit mir, in dem es besonders um die Gefahr der Gender-Ideologie ging. Diese war ihm durchaus bewusst; denn viele Studenten an der dortigen Universität sind bereits von ihr angesteckt.

Am Donnerstag, dem 10. September, flogen wir dann weiter nach Durban in Natal. Dort  wurden wir von einem PKW der Missionsstation im Zululand, Kwasizabantu, abgeholt.

Kwasizabantu (Zulu für ‚Ort wo Menschen geholfen wird‘), offiziell Kwa Sizabantu Mission, kurz KSB, ist der Name des Siedlungsareals einer evangelikalen Missionsgemeinschaft, die Mitte der 1960er Jahre in Natal, Südafrika, mit dem Ziel gegründet wurde, das Evangelium zu verbreiten. Er befindet sich auf einer Höhe von 975 Metern über dem Meeresspiegel. Der Ort wurde bald als offizielle Siedlung anerkannt.


Luftaufnahme von Kwasizabantu. Links oben die riesige neue
Versammlungshalle, nachdem die alte ein Brand zerstört hatte.

Der Leiter von Kwasizabantu, Erlo Steegen, empfing uns freundlich. Wir waren bis zum 15. September seine Gäste. Das war in mehrfacher Hinsicht spannend; denn Erlo lud uns sogar in sein kleines Flugzeug ein  und umkreiste das große Areal mit seinen Plantagen und Gewächshäusern.

Auf mein Bitten hin brachte uns einer seiner Mitarbeiter auch zu der ca. 20 km östlich gelegenen Missionsstation Umphumulo, wo wir einst von 1962 bis 1965 gelebt hatten und ich als Dozent und Rektor des Lutheran Theological Seminary (LTS) gelehrt hatte. Heute stehen die an und für sich gut erhaltenen Häuser, auch das unsere, leer. Aber eine schwarze Leiterin öffnete uns freundlich die Seminar-Kapelle, in welcher wir einst täglich unsere Morgenandachten gehalten und sonntags das heilige Abendmahl gefeiert hatten.


Das Rektorat des LTS, wo Prof. Beyerhaus 1963-64 seinen Amtssitz hatte.
Aufnahme: P. Beyerhaus)

Der Goldfischteich vor der Kapelle war zwar auch noch da, aber leer. Ich erinnerte mich lebhaft daran, wie unsere kleine Maria einst auf ihrem Dreirad hineingefahren war und wir sie rasch vor dem Ertrinken gerettet haben.

Die Straßen in Südafrika befinden sich aufs Ganze gesehen in einem sehr passablen Zustand. Man fährt auf mit rotem Sand bedeckten Zementwegen. Auf beiden Seiten reihen sich die Gehöfte der Zulubevölkerung. Außer dem Ausflug nach Umphumulo unternahmen wir am Montag, dem 14. September auch eine Fahrt  nach Pietermaritzburg, einem Städtchen zwischen Durban in Johannesburg.
Dort besuchten wir den Sitz der missionarisch-diakonischen Organisation African Enterprise (AE) und deren Leiter Dr. Michael Cassidy, der uns freundlich mit belegten Broten empfing. Michael und ich haben einander auf dem Lausanner Kongress für Weltevangelisation im Jahre 1974 kennengelernt und sind seither befreundet. Er ist Sohn eines englischen Vaters und einer burischen Mutter. Diese innerfamiliäre Verbindung hilft ihm, für ein entspanntes Verhältnis zwischen englischen und afrikaansen (burischen) Südafrikanern einzutreten, was er auch in seinen zahlreichen Büchern tut.


Dr. M. Cassidy, seit 1962 als Evangelist, theolog. Lehrer, Initiator von Evangelisationsteams und in der Leiterschulung tätig - weit über Afrika hinaus. 

In Pietermaritzburg waren einst unsere Kinder Johannes und Karolina, die an Ohrenproblemen litt, untergekommen, teils im Hospital, teils bei Missionar Ewald und seiner Gattin Rosvita Heilgendorf. Die beiden sind heute nicht mehr am Leben.

Ich hätte gern auf unserer Rückfahrt nach Kwasizabantu einen Abstecher nach Oskarsberg (Rorkes Drift) gemacht, wo wir von 1962 bis1964 gewohnt hatten; aber dazu war unsere Zeit zu kurz. Doch besuchten wir in dem Städtchen Greytown die Klinik, in der einst unser Sohn Christoph geboren wurde. Heute ist die Klinik ein  Heim für Lungenpatienten.

Der Sonntagsgottesdienst in Kwasizabantu fand in der nach einem Brand wiedererbauten großen Glaubenshalle statt. An dem Gottesdienst nahmen Personen und Gruppen aus verschiedenen Ländern, sogar aus Korea, teil. Mehrere Chöre sangen. Auch ich wurde gebeten, ein Grußwort zu sagen, was ich gern tat.
Die Predigt hielt sehr temperamentvoll und drastisch Erlo Steegen. Ihm ging besonders darum, die Jugend zu einem sittlichen Geschlechtsleben zu ermahnen, indem er sie mit abschreckenden Beispielen vor der Ansteckung durch AIDS warnte. Diese ist in der Tat – wie in vielen andern afrikanischen Ländern – eine Volksseuche. Sie ist fast unheilbar; doch sind in Kwasizabantu durch den Gebetsdienst der Mitarbeiter des Glaubenswerks einige Aids-Patienten geheilt worden.


Prof. Beyerhaus mit J. Schlicksupp bei seinem letzten Besuch in KSB
am 2.3.2007 aus Anlass von dessen 40jährigem Bestehen.

Nach dem Gottesdienst begrüßte mich fröhlich die Mitarbeiterin Lydia Dube. Sie hatte vor einigen Jahren ein Traumerlebnis, in dem sie sich in den Himmel entrückt wähnte. Der weltweit gereiste Evangelist Dr. Kurt Koch (1913-1987) Freund von Kwasizabantu, hat dieses Erlebnis in seinem Buch „Im Paradies – Kontakt mit dem Höchsten“ (1.Auflage. 1977) erzählt.
Kurt Koch ist nicht mehr am Leben; jedoch machten wir in Kwasizabantu die Bekanntschaft mit einer Tochter seiner zweiten Frau Bärbel. Diese Tochter ist die Leiterin der mehrsprachigen Rundfunkarbeit von Kwasizabantu, Radio Kwezi. In diesem interviewte sie auch mich.

Jürgen und ich waren in dem geräumigen Gästehaus untergebracht und nahmen unsere Mahlzeiten im Haupthaus zusammen mit anderen Gästen ein.  Einige von ihnen waren von weither angereist, sogar aus Korea.

Am Dienstag, dem 15. September, fuhren wir dann weiter nach Transvaal. Zunächst wohnten wir zwei Tage in einem Hause in Alberton bei Pretoria, das einem gewissen Jack gehörte.  Bei ihm aßen wir Frühstück, die übrigen Mahlzeiten nahmen wir in Restaurants ein. Jack begleitete uns auf unserer weiteren Reise zunächst nach Lobetal im Herzen des Sekhukhunilandes, wo Ingegärd und ich in den Jahren 1957/58 bei dem Missionarsehepaar Gotthilf und Dorothea Wahl  gewohnt und die Sprache der Bapedi (Nordsotho) erlernt hatten, die wir in unserem Missionsdienst in Blauberg  gebrauchten. In Lobetal besuchten wir die Familie Ntshabeleng, deren Hausvater Harrence in Oskarsberg in Natal studiert hatte.

Unsere nächste Station war das einstige Pietersburg, das heute den Sothonamen Polokwane  trägt. Wir fanden dort nach langem Suchen schließlich ein Hotel für die folgende Nacht.

Am folgenden Vormittag ging unsere Reise weiter nach Norden, wo wir nach einigem Suchen den Weg nach Blauberg fanden. Dort war ich in den Jahren 1958/59 Stationsmissionar gewesen. Wir besichtigten zunächst die renovierte Gemeindekirche; dann gingen wir weiter hinauf zum Missionarshaus, wo wir damals gewohnt hatten.


Prof. Beyerhaus am 17.9.2015 vor dem Missionarshaus in Blauberg,
in dem er und seine Familie 1958-1960 gewohnt haben.

Die Frau des verreisten Pastors empfing uns freundlich, und ich konnte ihr einige Fragen hinsichtlich des Lebens der Gemeinde stellen. Mein Sesotho reichte dafür zum Glück noch aus, obwohl ich es fast vergessen habe.

Die Rückfahrt nach Pretoria legten wir in einem Zug per PKW zurück, und am folgenden Tage war es schon wieder Zeit, zum Flughafen, der jetzt Oliver Tambo Airport heißt, zu fahren, um dort die Maschine der British Airways zu besteigen.
Im Nachtflug ging es dann zurück nach London, und von dort anschließend nach
München, wo Jürgen seinen PKW bei Bekannten geparkt hatte. Die Heimfahrt auf der verstopften Autobahn war etwas schwierig; doch schließlich erreichten wir wohlbehalten unser Haus in Stockach, wo Ingegärd uns Heimkehrer froh empfing. Als Mitbringsel übereichte ich ihr einen Beutel mit Biltong, dem südafrikanischen Dörrfleisch. Ehrlich gesagt schätzt sie es nicht sonderlich, sodass ich es nun wohl allein verzehren muss!

Rückblickend dürfen Jürgen und ich sehr dankbar auf unsere so gut verlaufene gemeinsame Reise nach Südafrika, dem beloved country  (Alan Paton), schauen.

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Erfahrungen, die mein Leben geprägt haben

17. November 2015

Vortrag von Peter P. J. Beyerhaus
am 4. November 2015 im Albrecht-Bengel-Haus, Tübingen.

 

Prof. Dr. Peter Beyerhaus war von 1969 bis 1974 der erste Rektor des Tübinger Studienhauses für Theologie; dessen Benennung als Albrecht-Bengel-Haus (ABH) geht ebenfalls auf ihn zurück.
Am 4. November 2015 folgte er einer Einladung von Studienleiter Pfr. Dr. Uwe Rechberger ins ABH zu einem Vortrag vor seiner Konventsgruppe. Diese hatte es sich gewünscht, von ihm persönlich zu hören, was ihn in seinem bisherigen Leben und Dienst geprägt habe und was er weitergeben möchte. Seine Frau Ingegärd, die drei Tage später ihren 85. Geburtstag beging, begleitete ihn dazu gerne und beteiligte sich mit an den Gesprächen.

Der Zuhörerkreis umfaßte um die 30 Studenten; mit dabei war auch die Studienassistentin Christine Tonnier. Der Referent verlas seine schriftlich gefassten Ausführungen mit gelegentlichen Zwischenbemerkungen und Fragen an die Studenten. Er wollte von ihnen hören, wie ihre Situation in der Evangelisch-theologischen Fakultät heute sei, im Unterschied zu der in den ersten Jahren nach der Gründung des ABH im September 1970. Aus dem Echo der Studenten war der Eindruck zu gewinnen, dass die Atmosphäre heute wesentlich friedlicher sei als zur Gründungszeit dieser inzwischen weit bekannten Einrichtung. Nach der Meinung von Studienleiter Rechberger stehen im Grunde jedoch immer noch die gleichen Gegensätze im Raum.
Erfreulich war die sich an den Vortrag anschließende, sehr lebhafte Aussprache, bei der die Studenten nun ihrerseits dem Referenten viele Fragen vorlegten. Ein Thema etwa war die Esoterik; es wurde deutlich, dass sie denselben okkulten Hintergrund hat wie die Magie und Zauberei, mit denen es Ehepaar Beyerhaus einst in Südafrika zu tun gehabt hat. In kleinen Nachgesprächen wurden weitere Themen aufgenommen.
Der Dank für den gelungenen Abend gab sich nicht nur in Beifall Ausdruck, sondern auch in einem sinnigen Geschenk: zahlreichen verschiedenen Früchten aus vielen Ländern der Erde, präsentiert in einem selbstgebastelten Pappkörbchen.

Der im ABH gehaltene Vortrag wird hiermit auch, in erweiterter Form, den Besuchern dieser Homepage zugänglich gemacht.

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Prof. Beyerhaus beim ÖBK in Salzburg

7. September 2015

Vom 3. bis 6. September 2015 fand in Salzburg / Österreich der VI. Ökumenische Bekenntniskongress (ÖBK) statt, veranstaltet von der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG).


Die Nacht senkt sich über Salzburg
(Photo vom 27.6.2015. Quelle: Gästehaus Waldeck in Großgmain bei Salzburg, über Google +).


Prof. Dr. Peter P. J. Beyerhaus, Ehrenpräsident der IKBG, hielt dort am 3. Kongresstag, im Rahmen einer der vier Gesprächskreise, ein Kurzreferat über „Anomia und die antichristliche Dimension der Genderideologie“.

Zum Thema „Genderismus“ war im Institut Diakrisis, jetzt Institut für Bekenntnis-Ökumene, im letzten Jahr ein mit Unterschriftenbeteiligung aus allen drei Hauptkonfessionen in mehrere Sprachen übersetzter Aufruf erarbeitet worden; siehe unter undefinedDOKUMENTATIONEN.

Für den 2. Kongresstag war Prof. Beyerhaus die Abendandacht übertragen, die er entsprechend über einen Ausschnitt aus den Endzeitreden Jesu hielt. Wir bringen diese Andacht im folgenden im Wortlaut.

 

Abendandacht

beim VI. Ökumenischen Bekenntniskongress in Salzburg am 4. Sept. 2015,
gehalten von Peter Beyerhaus

 

Bibeltext: Matth. 24, 11 – 14

Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Weil der Unglaube überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Thema unseres Kongresses lautet:
Die gute Schöpfung Gottes und ihre Bedrohung“.

Im letzten Referat am heutigen Abend ging es speziell um die Frage, ob die Gender-Ideologie zu einer Auflösung der Geschlechter führe.

Damit wird die Gender-Ideologie zugleich entlarvt als eine Rebellion gegen das von Gott dem Schöpfer gesetzte Grundgesetz, den Nomos, für Seine Schöpfung: Sie ist als anomia die schlechthinnige Leugnung des Wesens des Menschen, den Gott ja, wie es in Genesis 1, 27 heißt, als Mann und Frau erschaffen hat.

Diese elementare Tatsache wird nun durch den Genderismus absurderweise in Abrede gestellt. Darin zeigt es sich, dass diese Weltanschauung eine der seit der Französischen Revolution einander sich ständig ablösenden Ideologien ist. Zwar unterscheiden sie sich in ihrem jeweiligen sachlichen Ausgangspunkt. Doch Eines ist ihnen gemeinsam: Sie wollen die Welt ohne Gott erklären und sie damit allein durch den eigenmächtigen Menschen regieren. Darin stimmen der atheistische Humanismus, der Marxismus-Leninismus, der Nationalsozialismus, der Feminismus und nun der Genderismus überein. Es soll und darf keinen Gott geben. Gäbe es ihn, so denken sie, wäre der Mensch ja nicht das höchste Wesen im Kosmos.

So hat es schon Karl Marx erklärt, so dachten die Neomarxisten der 68er-Bewegung, und so denken heute die Anhänger der Gender-Ideologie.

Anomia aber führt zwangsläufig zur Auflösung aller sozialen Bindungen und somit der Grundlagen unserer Existenz. Wir können die Gefahr der Gender-Ideologie also gar nicht überschätzen.

Davor dringlich zu warnen, ist die Hauptaufgabe unseres hiesigen Kongresses. Die Gender-Ideologie ist ein Instrument Satans. Wenn unsere Gesellschaft sich ihr ausliefert und wenn die Kirche ihr nicht entschlossen entgegentritt, wird das Chaos uns alle überwältigen.

In unserm Schrifttext heißt es: „Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden“. Diese Verheißung Jesu gibt uns Hoffnung. Nicht alle Menschen werden der endzeitlichen Verführung zum Opfer fallen. Es wird Christen geben, die in ihrem Glauben standhaft bleiben.

Das ist auch deswegen so wichtig, weil Jesus Christus seinen Jüngern ja einen Auftrag gegeben hat, der vor seiner glorreichen Wiederkunft noch erfüllt werden muss. Es ist der Missionsbefehl des Auferstandenen, das Evangelium vom Reich Gottes in allen Ländern der Erde zu verkündigen. Erst wenn dieser Auftrag erfüllt sein wird, dann wird das Ende dieser Schöpfung kommen (Matth. 24, 14).

 

„Darum gehet hin und lehret alle Völker“ (II). Radierung des bedeutenden deutschen Malers und Grafikers Otto Dix (1891-1969).


Das hat die heilsgeschichtliche Theologie schon seit Beginn der neuzeitlichen Missionsbewegung erkannt. Besonders in der deutschen evangelischen Mission ist das immer wieder betont worden.

Darum geht es auf diesem Kongress nicht nur um die Abwehr der Gefahren, die heute unserer Umwelt drohen. Darüber hinaus ist damit unlöslich verbunden eine Besinnung auf unsere Berufung zur Mission und Evangelisation. Das ist uns schon bei der Gründung des Theologischen Konvents Bekennender Gemeinschaften sehr wichtig gewesen, und viele unserer Verlautbarungen trugen eine missionarische Spitze.

Auch hier in Salzburg geht es darum, erneut missionarisch motiviert zu werden. Das wollen wir nach der Heimkehr in unsere jeweiligen Wohnorte bedenken.

Auch wollen wir schon in diesen Tagen fürbittend  unserer Brüder und Schwestern gedenken, die irgendwo in der Welt im missionarischen und evangelistischen Einsatz stehen. Manche tun es unter akuten Bedrohungen durch Feinde des christlichen Glaubens.

Doch sie verlieren darüber  nicht den Mut; vielmehr werden sie gehalten durch die Verheißung des Auferstandenen:

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende dieser Weltzeit.“

Das gilt auch für unsere Auseinandersetzung mit der Gender-Ideologie. Wir dürfen dessen gewiss sein, dass langfristig nicht sie das Feld behalten wird. Nein, es wird der heute schon Gegenwärtige und dereinstige Sieger über alle Mächte des Bösen sein.

Als Jugendliche haben wir gern das glaubenstrotzige Lied gesungen:

Jesus Christus, König und Herr,
Sein ist das Reich, die Macht, die Ehr’;
’s gilt kein andrer Namen heut’ und ewig.
Amen

In dieser Gewissheit dürfen wir uns nun auch getrost zur Nachtruhe begeben.

Lieder:

im „Gotteslob“ Nr. 90: „Christus, du bist der helle Tag
und Nr. 94: „Bleib bei uns Herr, die Sonne gehet nieder

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Von Salzburg nach S ü d a f r i k a

Wichtige Botschaft. Zeichnung aus dem Kongo.
Wichtige Botschaft. Zeichnung aus dem Kongo.

2. September 2015

Unter dem Thema: „Die gute Schöpfung Gottes und ihre Bedrohung“ findet vom 3. bis 6. September 2015 in Salzburg der VI. Ökumenische Bekenntniskongress der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG, engl. ICN) statt.

Im Anschluss an ihn gedenkt der Ehrenpräsident der IKBG, Prof. Dr. Peter  Beyerhaus D.D., vom 7. bis 19. September eine Reise nach Südafrika zu unternehmen.

Es geht ihm zum einen darum, die Verbindung zwischen der IKBG/ICN und den Bekennenden Christen in Südafrika zu festigen, und zum anderen darum, die südafrikanischen Christen vor der Gefahr der Gender-Ideologie zu warnen.

Dazu wurde er von der dortigen Repräsentantin der IKBG, Frau Dorothea Scarborough, und der von ihr geleiteten Gospel Defense League eingeladen. Sie hat bereits den Aufruf „Widersteht der antichristlichen Genderideologie!“ ins Englische übersetzt und begonnen, diesen in Südafrika zu verbreiten.

In Begleitung seines Freundes Herrn Jürgen Schlicksupp wird Professor Beyerhaus zunächst drei Tage in Kapstadt verbringen und danach weiterreisen, um im Zululand die Missionsstation Kwasizabantu zu besuchen.

Die Weiterreise wird dann nach Nordtransvaal gehen, wo Peter Beyerhaus mit seiner Frau Ingegärd ab 1958 auf der Berliner Missionsstation Blauberg tätig war.

Prof. Beyerhaus bittet herzlich darum, seine Reise nach Südafrika fürbittend zu begleiten.

Zum Herunterladen, Ausdrucken und Weitergeben auch an andere:
undefinedZur Fürbitte - Von Salzburg nach Südafrika (181 KB)

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Diamantene Hochzeit – ein Rückblick

21. August 2015

Am Donnerstag, dem 6. August dieses Jahres,  feierte das Ehepaar Peter Beyerhaus und seine Frau Ingegärd geb. Kalén das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit. Es fand in dem südschwedischen Ort Sandsjöbaden, einem am Üppsjön-See -gelegenen Ferienort in der Provinz Småland, statt, wo die beiden seit 1984 ihren Sommerwohnsitz haben – mit Arbeitszimmer, in dem ganze Bücher entstehen.


Die Sonne spiegelt sich im Uppsjön-See: Geradezu atemberaubende Anblicke bieten sich im Land der Seen und Wälder
(Photo-Quelle: Panoramico / Google maps).


30 Gäste hatten sich zu dem Fest eingefunden. Sie waren die teils von weither angereist und im Gästehäuschen oder anderen Quartieren in der Nähe untergebracht.

Die Feier begann mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche von Norra Sandsjö, die wunderschön gelegen ist und von der man auf den Sandsjön-See schaut, der mit dem weiter nördlich gelegenen Üppsjön einen  Doppelsee bildet. Die ältesten Teile der schmucken Kirche stammen noch aus dem Mittelalter.


Die Kirche bei Dämmerung (Photo: Thor Gardarsson im März 2015).


Zu ihr gehört ein frei stehender rotfarbener, sich nach oben verjüngender Turm, den ein Kreuz krönt.

Der Dankgottesdienst wurde von dem ältesten Sohn, Pfarrer Johannes Beyerhaus, geleitet. Er predigte dabei über den Trauspruch des Ehepaares in Lukas 10 Vers 1:

 „Der Herr sandte seine Jünger je zwei und zwei
vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte.“

 
Die Aussendung der 70 Jünger. Gemälde des französischen Malers und Grafikers James Tissot (1836-1902), dessen Spätwerk Hunderte von Bibelillustrationen umfassen.


Im Gottesdienst wirkte die jüngste Tochter Gunilla mit ihren drei Kindern Miriam, Simeon und Linnea auf der Orgelempore musikalisch mit. Gunilla spielte die Orgel, Miriam blies ihre Querflöte, ihre Geschwister sangen.


Blick auf die Orgel, 1774 von dem bekannten Orgelbauer und Organisten Lars Strömblad erbaut (Photo: Barbro Thörn).


An dem bewegenden Gottesdienst teil nahmen insgesamt 32 Festgäste. Unter ihnen waren der Bruder der „diamantenen“ Braut Sven Kalén mit seiner Gattin Lajla und ihre Schwester Anne-Marie.


Die „diamantene“ Braut mit ihrer Schwester Anne-Marie im Sommer 2014 vor der „Stuga“, wie man in Schweden sagt, des Jubelpaares.


Es war eine Freude, daß auch die Familie des jüngeren Sohnes Christoph aus Kilchberg bei Rottenburg hatte anreisen können, mit der Gattin (Frede-)Rike und den Kindern Sarah und Paul.


Das Geschwisterpaar Sarah und Paul zehn Jahre zuvor. Da sie zur Goldenen Hochzeit nicht hatten nach Schweden kommen können, hatten sie damals auf originelle Weise per Photo gegrüßt.


Den feierlichen Höhepunkt bildete die erneute Segnung des Jubelpaares durch den in Alba und Stola gekleideten älteren Sohn Johannes.


Das Jubelpaar beim Verlassen des Gotteshauses. Hinter ihm aus der Kirchentür tretend: Pfr. Johannes Beyerhaus.

Er hatte diesen Dienst an seinen Eltern schon vor 10 Jahren bei deren Goldener Hochzeit in der Kirche von Tingstad, dem Geburtsort seiner Mutter Ingegärd, getan, in der das Jubiläumspaar einst auch getraut worden war.


Das Innere der schönen gotischen Kirche von Tingstad mit dem Triumphkreuz aus dem Jahr 1400. Zu ihm auf schauen vor dem Apsisbogen von links her Maria, von rechts her Johannes.


Das Festessen nahm die Hochzeitsgesellschaft in dem malerisch über dem Uppsjön-See gelegenen „Wärdshus & Konferens AB“ ein.


Luftaufnahme des für seine hervorragende Küche und als Konferenzzentrum bekannten  „Sandsjö Wärdshus“ in Sandsjöbaden (Quelle: Facebook-Seite des Wärdshus).


Anschließend begab sich die Gesellschaft auf den Festplatz von Sandsjöbaden, auf dem ein Zelt aufgeschlagen und ein mit leckeren Speisen, Kuchen und Torten gedeckter Tisch aufgestellt war. Zur Unterhaltung gehörte ein Quiz mit in multiple choice alternativ gestellten Fragen über Themen aus dem Leben des Jubelpaares.

Das frohe Fest werden sicher alle Teilnehmer lebenslang in Erinnerung behalten!

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Gottes Segen zur Diamantenen Hochzeit!

Der Bund Von Ron DiCianni
Der Bund Von Ron DiCianni

6. August 2015

Am heutigen 6. August Jahres feiert das Ehepaar Peter Beyerhaus und seine Frau Ingegärd geb. Kalén das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit. Die beiden hatten vor 60 Jahren am Geburtsort der Gattin Tingstad bei Norrköping (Schweden) den Bund fürs Leben geschlossen. Kennen gelernt hatten sie sich im Jahre 1951 als Studenten in Uppsala, wo Ingegärd sich auf das Magisterexamen und Peter auf seine Promotion vorbereiteten. Beide engagierten sich in der Studentenmissionsbewegung und speziell deren zu Evangelisationsfahrten ausschwärmendem Chor.

Unmittelbar nach Peters Doktorsdisputation in Uppsala wurde das junge Paar am 6. Januar 1957 von der Berliner Missionsgesellschaft zum Dienst in Südafrika abgeordnet. Zusammen mit seinem ersten Kinde, Karolina, reiste die kleine Familie per Schiff dorthin aus. Nach ihrer Feldausbildung übernahmen sie im April 1958 die Missionsstation Blauberg in Nordtransvaal.

Zwei Jahre später wurde Missionar Beyerhaus Dozent und später Rektor des Lutheran Theological Seminary in Natal. Dort erreichte ihn 1966 der Ruf auf den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen. Diesen hatte er drei Jahrzehnte lang bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1997 inne. Seither hat das Ehepaar Beyerhaus seinen Wohnsitz in Gomaringen bei Tübingen.

Von den fünf Kindern sind eines, Karolina, in Schweden, drei, Johannes, Maria und Christoph, in Südafrika und das jüngste, Gunilla, in Tübingen geboren. Alle sind verheiratet und schenkten ihren Eltern zusammen 13 Enkel und einen Urenkel.

Seit 1984 wohnen Peter und Ingegärd Beyerhaus in den Sommermonaten in ihrem Ferienhaus in Sandsjöbaden, Südschweden. Dort feierten sie nun auch ihr 60jähriges Ehejubiläum im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel.

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Diamantene Ordination

Die dem Pfarramtskandidaten überreichte Ordinationsurkunde. Links die Unterschrift von Bischof Dibelius, rechts unten die von Pfr. Siegfried Beyerhaus.
Die dem Pfarramtskandidaten überreichte Ordinationsurkunde. Links die Unterschrift von Bischof Dibelius, rechts unten die von Pfr. Siegfried Beyerhaus.

9. Juni 2015

P. Beyerhaus erzählt aus seinem Leben

Der 5. Juni 2015 stand für mich unter der lebendigen Erinnerung an meine Ordination vor genau 60 Jahren durch den Berliner Bischof Otto Dibelius in der St. Marienkirche im Jahre 1955.


Die St. Marienkirche in der Berliner Neustadt – Blick zur "schönsten Orgel Berlins". Erbaut vom Silbermann-Schüler Joachim Wagner, hat auch schon J. S. Bach auf ihr gespielt.

Ich weiß nicht, wie viele meiner damaligen Mitordinanden noch am Leben sind; aber einer von ihnen rief mich am Morgen dieses Tages aus Bremen an, um mich an unsere gemeinsame Ordination zu erinnern.
Diese war für mich ein sehr bewegendes, unvergessliches Erlebnis, mit dem Einzug der Ordinanden, gefolgt wie die Schafe von ihrem Hirten, Bischof Otto Dibelius.


Dr. phil. Und Lic. teol. F. C. Otto Dibelius (1880-1967), nach seinem Engagement für die Bekennende Kirche 1945-1966 Bischof der Ev. Kirche von Berlin-Brandenburg. Abbildung auf der Titelseite des Nachrichtenmagazins TIME vom 6. April 1953.

Der damals 75-Jährige hatte uns Ordinanden am Vortage in seine bischöfliche Residenz in Dahlem einbestellt, um uns eine pastorale Instruktion in unsern künftigen Pfarrdienst zu geben. Eindrücklich ist mir u. a. seine strikte Vermahnung zur ehelichen Treue geblieben. Eine Scheidung käme für einen Pfarrer unter keinen Umständen infrage.
Sehr bedeutsam für mich war es, dass mein Vater Siegfried Beyerhaus einer der beiden assistierenden Geistlichen sein durfte. Durch seine Handauflegung nahm die pastorale Sukzession in unserer Familiengeschichte reale Gestalt an.

Meine Berliner Familienangehörigen waren alle zugegen; sogar die Mutter von Schwager Hans, Erna Niemann, war gekommen und empfing – obwohl sie damals noch aus der Kirche ausgetreten war – andächtig das heilige Abendmahl.

Schmerzlich für mich war es, dass Ingegärd, meine Verlobte, dafür nicht aus dem fernen Schweden angereist war. Und doch war meine Ordination gerade auch für sie von existentieller Bedeutung. Denn dadurch wurde ihr weiteres Leben für ihre künftige Aufgabe als Ehefrau eines Pastors, Missionars und Theologieprofessors geprägt. Da wir schon nach zwei Monaten heirateten, dürfen wir am 6. August dieses Jahres noch ein zweites 60jähriges Jubiläum feiern: unsere Diamantene Hochzeit.

Nach meiner Ordination versah ich drei Monate eine vakante Pfarrstelle an der Friedenauer Kirche „Zum Guten Hirten“.
Anschließend reiste ich nach Schweden, um mit Ingegärd, die ich am 6. August 1955 geheiratet hatte, in Borlänge, Dalarna die restlichen Monate des Jahres 1955 zu leben. Sie war dort zeitweise Gymnasial-Lehrerin. Unter sehr bescheidenen Lebensverhältnissen in einem Allzweckzimmer bereitete ich mich auf meine Promotion in Uppsala vor, die im Dezember des folgenden Jahres 1956 stattfinden sollte.
Zuvor nahm ich im Januar ein mir von meinem Doktorvater Bengt Sundkler (1908 – 1997) verschafftes Stipendum für ein englisches Sprachstudium in Oxford, Wycliffe-Hall an. Einige Monate wohnte ich danach in einem Studentenwohnhaim, dem Alliance Club, in London. Dort blieb ich bis zu meiner Rückkehr nach Schweden.

Eine Zeitlang diente ich in Anerkennung meiner deutschen Ordination durch den Bischof von Linköping als Pastor in mehreren Gemeinden in Norrköping.
Am 15. August 1956, wurde unser erstes Kind, Karolina, geboren. Getauft wurde sie von ihrem Großvater Siegfried auf den Namen ihrer väterlichen schwedischen Großmutter Karolina. Der Akt fand in der gotischen Dorfkirche in Tingstad statt, in der waren wir im Jahre zuvor auch getraut worden waren.
Nunmehr begann der Endspurt auf meine Doktorprüfung mit Disputation im Dezember desselben Jahres 1956 in Uppsala.


Am 27. Mai 2007 in Uppsala zur Jubelpromotion – ein gemeinschaftlich begangenes Gedenken an die Promotion 50 Jahre zuvor. An den Feierlichkeiten nahm auch der UN-Generalsekretär (bis Ende 2006) Kofi Annan teil, der mit einer Schwedin verehelicht ist.

Schon einen Monat darauf, im Januar1957, reisten wir gemeinsam mit unserm 5-monatigen Töchterchen Karolina zu Schiff nach Südafrika in den Missionsdienst aus. Dieser begann zunächst mit dem Erlernen der beiden für mich wichtigen Sprachen Afrikaans und Sesotho bei unsern Gastgebern, den Eheleuten Emil und Lotte Kaske. –
Fortgesetzt wurde er auf der Missionsstation Lobetal im Herzen des Bopedilandes bei Ehepaar Gotthilf und der Ärztin Dorothea Wahl.


Ingegärd Beyerhaus (Mitte) in Transvaal mit der Ärztin Dorothea (Wahl) und einer weiteren Missionarin namens Inge.

Dort wurde uns am 1. April 1958 unser zweites Kind, Johannes, geboren. Bei seiner Taufe tanzten die Basothofrauen einen Reigen und riefen geradezu prophetisch: „Dieser soll einmal unser Missionar werden“. Schon wenige Wochen darauf zogen wir in das alte Missionarshaus in Blauberg ein, im mehrheitlich heidnischen Stamm der Bagananwa, nahe an der Grenze zu Rhodesien (dem heutigen Zimbabwe).

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Peter Beyerhaus im Kaleb-Alter

Kaleb (rechts) wählt sein Erbteil. Maler unbekannt; veröffentlicht 1901.
Kaleb (rechts) wählt sein Erbteil. Maler unbekannt; veröffentlicht 1901.
Blick von oben auf das Gebirge, in dem sich Kaleb sein Erbteil erwählte.
Blick von oben auf das Gebirge, in dem sich Kaleb sein Erbteil erwählte.
Im Feriendorf "Sonnenmatte" in der Schwäbischen Alb
Im Feriendorf "Sonnenmatte" in der Schwäbischen Alb
Der Jubilar und die mit ihm Feiernden in Erpfingen
Der Jubilar und die mit ihm Feiernden in Erpfingen
Pfr. Johannes Beyerhaus hält eine Tischrede am 85. Geburtstag seines Vaters
Pfr. Johannes Beyerhaus hält eine Tischrede am 85. Geburtstag seines Vaters
Die Klosterkirche von Beuron
Die Klosterkirche von Beuron
Gasthaus Neumühle im Donautal bei Beuron
Gasthaus Neumühle im Donautal bei Beuron
Die Paulus-Kirche in Gomaringen-Stockach von außen
Die Paulus-Kirche in Gomaringen-Stockach von außen
Der Altar der Paulus-Kirche
Der Altar der Paulus-Kirche
Paulus-Kirche - Altarraum
Paulus-Kirche - Altarraum

9. Februar 2014

Am 1. Februar d. J. vollendete der emeritierte Tübinger Theologe und Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Prof. Dr. Peter P. J. Beyerhaus D.D., sein 85. Lebensjahr.

In einer biblischen Ansprache wies sein Sohn Pfarrer Johannes Beyerhaus (Hessental) auf die überraschende biografische Parallele hin, dass im Buch Josua (Kap. 14, 6 - 15) von einem Mann namens Kaleb berichtet wird, der bei der Eroberung des Gelobten Landes Kanaan durch die Israeliten eine wichtige Rolle spielte und im Alter von 85 Jahren Rückblick und Ausblick auf sein Leben im Dienste  des HERRN hielt.

In seinem Dankesschreiben an alle diejenigen, die ihm zu seinem 85. Geburtstag Segenswünsche gesandt haben, nahm der Jubilar diese Parallele auf, um über seine gegenwärtige Lebenssituation und seinen Dienst im Rahmen des Glaubenskampfes der Bekennenden Gemeinschaften  zu reflektieren. Dabei gab er den folgenden Bericht über die Gestaltung seines Geburtstagsfestes:

Voller Freude und Dankbarkeit blicke ich heute auf meinen diesjährigen Geburtstag zurück, zu dessen Gelingen unerwartet viele mir verbundene Menschen beigetragen haben. In meinem Dank an sie alle möchte ich unser Erleben in den letzten Tagen im folgenden Bericht zusammenfassen:

Dass nach einer subjektiv als kurz empfundenen Zwischenzeit seit meinem vorigen runden Geburtstag – dem 80. – bereits ein halbes Jahrzehnt verflossen ist, erstaunt mich sehr. Diese beiden biografischen Ereignisse unterschieden sich in ihrer Gestaltung deutlich:
Der 80. Geburtstag war der letzte, den wir in einer relativ großen Öffentlichkeit in fünf konzentrischen Kreisen (Familie, Gemeinde, Albrecht-Bengel-Haus, Universität und Missionskonferenz) gefeiert haben.

Diesmal haben wir uns bewusst auf unsere Familie konzentriert. Meine Frau Ingegärd und ich begaben uns zusammen mit unsern Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln am Samstag, dem 1. Februar, in das Feriendorf „Sonnenmatte“ in der Schwäbischen Alb.

Am zweiten Tage, dem Sonntag, fuhren wir in das in Ketten hochragender Sandsteinfelsen eingebettete Donautal nach Beuron. Wir wollten in der Basilika der Benediktiner-Erzabtei einen Gottesdienst anlässlich des Festes der Darstellung Jesu im Tempel (auch „Mariae Lichtmess“ genannt) besuchen. Mir ist dieser Feiertag, weil er auf das genannte christologische Geschehen hin ausgerichtet ist, fast wichtiger als der ihm vorausgehende Gedenktag meiner leiblichen Geburt. Denn auch meine Eltern haben ja mein Leben in der Taufe dem Herrn geweiht, so dass es ganz Ihm dienen solle.
Auf diese geistliche Parallele bin ich erst sehr spät aufmerksam geworden, als mir zwei inzwischen verstorbene Christinnen, eine russisch-orthodoxe Schriftstellerin und eine katholische Ordensschwester im Mainzer Kloster zur ewigen Anbetung, ihre Segenswünsche eben zu diesem Festtag sandten. Leider ist der Feiertag in der evangelischen Kirche in Vergessenheit geraten und wird nicht begangen. Darum pflege ich seit einigen Jahrzehnten die Feier der Darstellung Jesu in einer katholischen Klosterkirche zu besuchen.

Auch den folgenden dritten Tag, Montag den 3. Februar, gestalteten wir als einen Teil des Beginns meines neuen Lebensjahres. Wir luden einige geografisch leicht erreichbare Glieder unserer Bekenntnis-Bruderschaft St. Peter und Paul zu uns nach Gomaringen-Stockach ein, um mit ihnen zunächst einen Abendmahls-Gottesdienst in unserer hiesigen kleinen Paulus-Kirche zu feiern. Auch er stand in den Schriftlesungen und Gebeten noch unter dem Vorzeichen der Darstellung Jesu im Tempel. Meiner Ansprache legte ich jedoch das Wort des Erhöhten an seine Gemeinde in Philadelphia (zu deutsch "Bruderliebe") in Offb 3, 10 zugrunde, das lautet:

“Weil du das Wort vom standhaften Warten auf mich bewahrt hast,
will auch ich dich bewahren in der Stunde der Prüfung /Versuchung,
die über den ganzen Erdkreis kommen wird.“

Denn wir waren uns darüber einig, dass wir unsere  gegenseitige geschwisterliche Stützung gerade in dem in diesen Tagen neu entfachten Geisteskampf verstärkt nötig haben. Darum tauschten wir uns anschließend über den Weiterweg unserer Bruderschaft aus.

Nun möchte ich etwas näher auf unsere vorangegangene Familienfeier am 1. Februar eingehen. Morgens wurde ich durch den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ geweckt, gesungen von meiner Frau Ingegärd und unseren Töchtern  Karolina und Maria.
Dem folgte überraschend ein zweites Geburtstagsständchen, das uns unsere lieben Hausnachbarn, das Ehepaar Gerhard und Elisabeth Schnitter, mit ihren künstlerisch gebildeten Stimmen brachten. Sie sangen das innige Lied von Jochen Klepper (EG 380):

"Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin, und ihr sollt einst sagen,
dass ich gnädig bin."

Um 12 Uhr brachen Ingegärd und ich nach Erpfingen auf. Dort begannen wir um 15 Uhr mit einer liebevoll bereiteten, leckeren Kaffeemahlzeit, an der 16 Familienglieder teilnahmen. Danach übernahm unser älterer Sohn Johannes (Pfarrer in Schwäbisch Hall-Hessental) die Regie in einem mit vielen vergnüglichen und auch geistreichen Elementen gefüllten Programm.
Es endete mit einem meditativen südamerikanischen Tanz „Weihnachtsstern“, zu dem uns Eva, unsere Schwiegertochter, anleitete.
Als Jubilar kam auch ich selbst zu Worte, indem Johannes aus meiner noch unveröffentlichten Autobiographie einen mir besonders wesentlichen Abschnitt verlas. Er trägt die Überschrift: „Drei Segenslinien in unserer Familie – die ostpreußische, schwedische und westfälische.“

Das war besonders bestimmt als Impuls für unsere Kinder und Enkel, diesem geistlichen Erbe treu zu bleiben.

Existentiell beeindruckt hat mich besonders eine lange Rede von Johannes, die zugleich bibelkundlichen, katechetischen und paränetischen (seelsorgerlichen) Charakter trug. Ihr lagen zwei sinnig ausgewählte Verse aus dem Buche Josua zugrunde, eine der ganz seltenen Bibelstellen, wo die Zahl 85 genannt wird. Diese bezog Johannes nun auf mein Jubiläum und meine gegenwärtige Aufgabe im Glaubenskampf der Bekennenden Gemeinschaften.
Es handelt sich bei dem im Alten Testament genannten 85jährigen um den israelitischen Kundschafter Kaleb.
Dieser bezeugt in Josua 14, V. 10 und 11 von sich selbst:

„Und nun siehe, der HERR hat mich am Leben gelassen, wie er mir zugesagt hat. Es sind nun fünfundvierzig Jahre her, dass der HERR dies zu Mose sagte, als Israel in der Wüste umherzog. Und nun siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt, und bin noch heute so stark, wie ich war an dem Tage, da mich Mose aussandte. Wie meine Kraft damals war, so ist sie noch jetzt, zu kämpfen und aus- und einzuziehen.“

Diese biblische Parallele im Lebensalter von Kaleb und mir frappierte mich insofern, als auch ich nunmehr auf einen 45jährigen geistlichen Kampf zurückblicken kann. In diesen trat ich als damals 40-Jähriger im Juli des Jahres 1969 beim 14. Deutschen Evangelischen Kirchentag auf dem Stuttgarter Killesberg ein. Dort ergriff ich bei dem in der überfüllten Messehalle 6 ausgetragenen „Streit um Jesus“ das Wort.
Sechs Monate später legte ich bei der zweiten Zusammenkunft des Theologischen Konvents der Bekenntnisbewegung den von mir erbetenen Entwurf einer „Frankfurter Erklärung zur Grundlagenkrise  der Mission“ vor. Ihr folgten in den Jahrzehnten danach zahlreiche weitere oft ebenfalls streitbare Erklärungen des Theologischen Konvents sowie der deutschen und der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, bis hin zu der 2011 in Goslar verabschiedeten Erklärung „Das Kreuz Jesu Christi – Mitte des Heils“.

Mit großer Dankbarkeit kann ich in diesem Zusammenhang auch auf meine Reise nach Südkorea im November letzten Jahres zurückblicken. Obwohl mir ärztlich vor ihr abgeraten worden war, konnte und wollte ich den Hilferuf meiner koreanischen Freunde nicht ignorieren, ihnen bei  ihrer Auseinandersetzung mit der auf der X. Vollversammlung des ÖRK in Busan vorgetragenen innerweltlichen Theologie beizustehen. In der Tat durfte ich von unserm Sohn Johannes begleitet wohlbehalten und fröhlich von meinem 15. Besuch in Korea zurückkehren.

Eine Bekannte, die von der biblischen Ansprache von Johannes auf der Sonnenmatte erfuhr, bemerkte dazu: „Wird also ihr neues Lebensjahr ein 'Kaleb-Jahr' werden?“ Das halte ich angesichts der gegenwärtigen Auseinandersetzungen mit der überall – bis hin in die umstrittene EKD-Orientierungshilfe „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ – propagierten Gender-Ideologie für durchaus möglich, ja sogar geboten. Verfolgt der aggressiv propagierte Genderismus doch das teuflische Ziel, die göttliche Schöpfungsordnung in ihrer Gültigkeit für Familie, Volk, Erziehungswesen und Kirche zu zerstören. Er ebnet nämlich dem exhibitionistisch demonstrierten Lebensstil von Homosexuellen, Lesben und Transsexuellen als angeblich neben Ehe und Familie gleichberechtigte Form des Zusammenlebens die Wege und vergiftet die Seelen der Jugend schon vom Kindergartenalter an.
Hier vollzieht sich in unsern Tagen und Regionen, wie mir mein alter Freund, der ehemalige Liebenzeller Missionsdirektor Pfr. Lienhard Pflaum D.D., kürzlich telefonisch zurief, ein „Einbruch der losgelassenen Dämonen“ (vgl. Offb. 16, 13!). Darum ist für uns ein harter Geisteskampf angesagt, und ich bin bereit, mich in ihm auch als nunmehr 85-Jähriger zu engagieren.
Dazu gehört auch unser Vorhaben, im Jahre 2015, in dem der sexuell indoktrinierende grün-rote Bildungsplan hier in Württemberg inkraft treten soll, einen Ökumenischen Bekenntnis-Kongress in Salzburg zu veranstalten. An ihm werden sich, wie wir hoffen, bekennende Christen und  Kirchenführer aus den drei Konfessionen, der evangelischen, katholischen und orthodoxen, sowie aus mehreren Ländern beteiligen. Ich freue mich, dass wir für diesen Plan den Salzburger Weihbischof Prof. Andreas Laun sowie Dr. Gabriele Kuby, die Verfasserin des aufrüttelnden Buches „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“ (2012) gewinnen konnten.

Ich beschließe meinen Bericht über den Beginn meines neuen Lebensjahres mit einem Dank gegen den Dreieinigen Gott. Er hat mich in diesen 85 Jahren behütet, gesegnet und aus mannigfachen Gefahren gerettet.
Zugleich danke ich Euch allen, die Ihr meinen Weg treu begleitet habt, und wünsche Euch ebenfalls alles Gute in diesem Anno Domini 2014!

In herzlicher Verbundenheit grüßen

Ingegärd und Peter Beyerhaus


Link zur Gratulation auf der Homepage der IKBG:
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Tischrede von Pfarrer Johannes Beyerhaus zum 85. Geburtstag seines Vaters am 1. Februar 2014

10. Februar 2014

Lieber Papa!

Über Männer im hohen Alter weiß die Bibel ja immer wieder Erstaunliches zu berichten: Über Noah etwa, der als uralter Mann den Auftrag bekommt, die Arche zu bauen, um nach der Sintflut einen Neuanfang möglich zu machen.

Oder Abraham, der als alter Mann alles hinter sich lässt und in unbekanntes Land aufbricht.

Mose, der mit achtzig mit seinem Volk aus Ägypten ausbricht.

Der einzige Mann jedoch, dessen 85. Lebensjahr in der Bibel ausdrücklich erwähnt wird, ist Kaleb. Und wie wir gleich hören werden, weist sein Leben nicht nur aus diesem Grund bemerkenswerte Parallelen zu deinem auf.

Hören wir einige Verse aus Jos 14:

Und Kaleb, sprach: ...siehe, der HERR hat mich am Leben gelassen, wie er mir zugesagt hat. Es sind nun fünfundvierzig Jahre her, dass der HERR dies zu Mose sagte, als Israel in der Wüste umherzog. Und nun siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt. und bin noch heute so stark, wie ich war an dem Tage, da mich Mose aussandte. Wie meine Kraft damals war, so ist sie noch jetzt, zu kämpfen und aus- und einzuziehen. So gib mir nun dies Gebirge, von dem der HERR geredet hat an jenem Tage; denn du hast's gehört am selben Tage, dass dort die Anakiter wohnen und große und feste Städte sind. Vielleicht wird der HERR mit mir sein, damit ich sie vertreibe, wie der HERR zugesagt hat. Da segnete ihn Josua und gab Kaleb, dem Sohn Jefunnes, Hebron zum Erbteil. (Josua 14,10-14)

Lieber Papa, was Kaleb über sich selbst sagt, trifft auch auf dich zu:

Wie meine Kraft damals war, so ist sie noch jetzt, zu kämpfen und aus- und einzuziehen.

Freilich: Mit Blick auf die rein physische Konstitution musstest du deinen 85 Jahren natürlich einen gewissen Tribut zollen. Das früher obligatorische Joggen hast du aufgegeben; dein Arzt hat dir bereits einen Stock verschrieben und dir alle Fernreisen verboten. 

Beide Anweisungen hast du bisher allerdings beharrlich ignoriert – was aber sein Gutes darin hatte, dass wir als Vater und Sohn miteinander im November vorigen Jahres Korea erleben durften mit all den eindrücklichen Begegnungen und den wunderbaren Christen einer höchst lebendigen Kirche.

Was deine geistige Spannkraft anbelangt, so steht diese der von Kaleb vermutlich in nichts nach. Auch er ließ sich selbst mit 85 das Ein- und Ausziehen nicht verbieten. Auch hast du sein Feuer, seine Kühnheit und auch die gleiche Kampfeslust wie eh und je. Je konfliktträchtiger ein Thema, desto größere Chancen hat es ja, von Dir aufgegriffen und angegriffen zu werden! Ob Liberale Bibelauslegung, Feministische Theologie, Homosexualität – wenn „Idea“ Kerniges dazu braucht, ist die Telefon-Nummer von Prof. Beyerhaus schon fest eingespeichert.

Und wie Kaleb, der weiland ja nur Josua an seiner Seite hatte, als es darum ging, dem Volk trotz der erspähten Anakiter den Weg ins gelobte Land schmackhaft zu machen, lässt du dich dabei herzlich wenig von Mehrheitsmeinungen in Gesellschaft und Kirche von dem als richtig erkannten Kurs abbringen.

Kaleb – obgleich er schon Großes geleistet hatte, ist mit dem status quo nicht zufrieden, sondern sieht das noch zu erobernde Gebirge vor sich. Kaleb war mit seinen 85 aufgrund seines unerschütterlichen Vertrauens in Gott auch dort bereit zum Kampf, wo Verluste oder sogar Niederlagen fast vorprogrammiert waren – das Gebirge und die Riesen können im übertragenen Sinn auch als Bild für große Widerstände gesehen werden können. Und doch:

So gib mir nun dies Gebirge, von dem der HERR geredet hat!

Auch diesen forschen Zug teilst du mit Kaleb.

Josua und Kaleb – zwei gegen den Rest der Welt. Man mag hier eine ganz kon-krete Parallele zu dir und Pastor Ulrich Rüß sehen, denn Präsident und Ehren-präsident sind sich ja trotz mancher Differenz im Blick auf die jeweilige Zustän-digkeit in wesentlichen theologischen Fragen sehr einig. Vor allem aber hat Pastor Rüß – wie damals Josua den Kaleb – auch Dich gesegnet, als Du beim letzten ökumenischen Bekenntnis-Kongress in Zavelstein von Deinen unmittel-bar bevorstehenden Plänen mit Korea erzähltest.

Kaleb hatte den Mut, sich mit 85 noch einer ganz großen Herausforderung zu stellen, von der er nicht wissen konnte, wie sie für ihn ausgehen würde.

Vielleicht wird der HERR mit mir sein, damit ich sie vertreibe, wie der HERR zugesagt hat.

Vielleicht – das ist hier nicht ein Ausdruck von Unglauben oder Zweifel, sondern von Demut: Gott hat seine Wege und seine Zeiten.

Auch du, lieber Papa, weißt: Gott hat seiner Kirche große Verheißungen gegeben, dass auch die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden. Aber sich seine Verheißungen konkret auf bestimmte Kämpfe und Auseinandersetzungen beziehen, oder ob Gott seine Verheißungen auf andere Weise wahr machen wird – das kannst du so wenig wissen wie Kaleb.

Gott hat ja nie versprochen, dass er das Kännchen Öl in unserem Leben sein will. Oder der Bahnwärter, der immer rechtzeitig die Weiche richtig stellt. Das Ziel des Lebens ist nicht, dass alles glatt verläuft, sondern dass wir in Gemeinschaft mit Jesus Christus leben – eine Gemeinschaft, die uns durchaus nicht vor Hartem bewahrt.

Kaleb geht den von ihm als richtig erkannten Weg weiter, auch wenn er nicht sicher wissen kann, wie es für ihn ausgehen wird.

Wie es nun tatsächlich ausging, können wir aus Vers 15 folgern: Erwarten würde man jetzt eigentlich den Bericht, wie Hebron und das Umfeld von Kaleb angegriffen und eingenommen wird. Stattdessen folgt der überraschende Satz:

Das Land aber ruhte vom Krieg

Offensichtlich konnte Kaleb also sein Erbteil in Ruhe einnehmen, ohne größere Schwierigkeiten oder Verluste. In dem hebräischen Wort für „ruhen“ schwingt auch das Wort „feiern“ mit. Damit sind wir bei dem letzten Punkt, den ich in seiner Parallelität bemerkenswert finde:

In der Gegend von Hebron gab es nicht nur Riesen, sondern Hebron war auch für seine Trauben berühmt – bis auf den heutigen Tag wird dort Wein produziert. Wein, wie er uns zum Symbol für die Gegenwart Christi in der Feier des Heiligen Abendmahls geworden ist. Für Dich hat das Abendmahl ja immer einen herausragenden Stellenwert in deiner Glaubenspraxis gehabt – vielleicht auch deswegen, weil gerade dort, wo Riesen und riesengroße Auseinandersetzungen warten, die Stärkung dafür entscheidend ist. Und: Für den Glauben gilt eigentlich immer:

Du bereitest den Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Aber: Ganz offensichtlich konnte Kaleb überraschenderweise nun die Trauben und den Wein genießen, ohne weiter kämpfen zu müssen. Er erlebte nun Frieden, den er so vielleicht noch nie erfahren hatte.

Jede Feier des Abendmahls will uns einen Vorgeschmack geben von dem Frieden, der einst sein wird, zwischen uns Menschen und zwischen uns und Gott  – und dies nun nicht in Hebron, sondern im himmlischen Jerusalem, worauf ja auch der Lehrtext deines heutigen Geburtstages hinweist:

Danach sah ich … eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!(Offenbarung 7,9-10)

Anbetung des Herrn durch die Völker der Erde. Lombardische Bibelhandschrift, 1487-88.

Mein Wunsch für deinen letzten Lebensabschnitt ist, dass etwas von dem himmlischen Frieden hier und jetzt schon in Dein Herz hineinsinken möge – damit persönliche Konflikte der heilsamen Ausbreitung des Evangeliums nicht im Weg stehen. Der Blick nach oben – er zeigt, worauf es wirklich ankommt

angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen

Was für ein schönes Bild der Verheißung von dem, was nach dem Tod auf uns wartet! Natürlich: Wir wünschen uns alle, dass wir noch so manches schöne Geburtstagfest miteinander feiern dürfen! Aber bei einem 85. können wir nicht wissen, ob uns das so noch einmal geschenkt wird. Und unsere Hoffnung oder gar unser Heil liegt ja nun wahrlich nicht in einer besonders robusten Gesundheit, sondern:

Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!

Möge diese Gewissheit und die Vorfreude auf das himmlische Jerusalem immer mehr in Deinem und in unser aller Herzen Einzug halten, damit wir als Familie nicht nur hier und jetzt, sondern drüben und für immer in Christus vereint bleiben. Darauf und auf das Wohl unseres lieben Vaters lasst uns nun miteinander die Gläser mit dem Getränk des Kaleb erheben.

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Brief von Pastor Urich Rüß

15. Februar 2014

 

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Koreanische Impressionen

27. November 2013

Zum 15. Mal seit 1972 folgte der Tübinger Professor Peter Beyerhaus einer Einladung zu einem Besuch in Südkorea, das ihm fast zur zweiten Heimat geworden ist. Diesmal war der Anlass die X. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, die auf Einladung des Rates Christlicher Kirchen in Korea (CCCK) vom 30. Oktober bis zum 8. November 2013 erstmalig in diesem fernöstlichen Land, in dessen zweitgrößter Stadt Busan, stattfand.
P. Beyerhaus nahm einige Tage als Pressebeobachter an der Konferenz teil, um dann für vier weitere Tage in die südkoreanische Hauptstadt Seoul zu fliegen. Begleiter wurde er von seinem Sohn Pfarrer Johannes Beyerhaus, Schwäb. Hall-Hessental, der den folgenden von seinem Vater ergänzten Erlebnisbericht schrieb:

Nachdem es im Vorjahre aufgrund der Erkrankung von Ingegärd, meiner Frau, nicht möglich war, die geplante Besuchsreise nach Südkorea durchzuführen, nahm ich die in der dortigen  großen Hafenstadt Busan

stattfindende 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates zum Anlass, die Reise nach Korea jetzt nachzuholen, um an dieser in der Eigenschaft als Presseberichterstatter für idea. einige Tage teilzunehmen. zu besuchen und danach weiterzufliegen in die Hauptstadt Seoul, die ich ja seit 1972 schon 15 mal besucht habe.

Foto links: P. B. neben Dr. Myung Hyuk Kim und Prof. Hong bei der Vollversammlung in Busan.

 

An und für sich hätte ich diese anstrenge Flugreise – 13 Non-Stopp Stunden zwischen Start und Landung regungslos eingepfercht in einer engen Sitzreihe! – gar nicht wagen dürfen; denn mein Tübinger Neurologe hatte sie mir wegen meiner neuerdings auftretenden, von Schwindel begleiteten Gehstörung streng verboten. Aber ich konnte doch meine koreanischen Freunde, die mich dringend gebeten hatten, zu kommen, nicht im Stich lassen. Das erwies sich dann auch als relativ unproblematisch, zumal unser älterer Sohn Johannes sich aus seinem Pfarramt in Hessental für diese 10 Tage frei gemacht hatte, um mir tatkräftig und mit klugen Überlegungen zur Seite zu stehen. Für ihn, den ehemaligen Afrika-Missionar, war es die erste Reise in ein fernöstliches Land. Auch begleiteten unsere Freunde uns auf jedem Schritt schützend und öffneten die Wege zu den besuchten Hochschulen und gemeinden und deren Professoren und Pastoren. In besonderem Maße tat dies meine einstige Doktorandin und heutige Theologieprofessorin Dong Joo Lee. Sie war die erste, die uns bei unserer Landung in Seoul empfing und die letzte, die uns dort am 12. November für unsern Heimflug verabschiedete.

An der Vollversammlung in Busan nahmen rund  7000 Leute aus aller Welt teil, und zwar aus 160 Ländern.. Ein wirkliches Erlebnis besonders auch für Johannes, der noch nie an einer Vollversammlung  des ÖRK teilgenommen hatte.
Iin der Hauptstadt Seoul haben wir einige Gemeinden besucht. Wir waren unter anderem in der mit 100.00  Mitgliedern größten presbyterianischen Kirche der Welt, der Myung Sung Church. Wie schon einmal vor 10 Jahren hatte sie mich eingeladen, in einem Abendgottesdienst zu predigen. Das war für Johannes und mich ein eindrucksvollen Erlebnis. Das war eine gewisse Ironie des Schicksals, weil der Gründer und leitender Pastor dieser Kirche Rev. Sam Whan Kim, zugleich auch Präsident des einladenden Kommittes der Vollversammlung  war und ich diese in mehreren Vorträgen heftig kritisiert hatte. Trotzdem: Als wir ankamen, wurden wir mit erlesenen Köstlichkeiten verwöhnt, wie überhaupt die Gastfreundschaft und die perfekte Organisation (wie auch in den anderen großen Gemeinden, die wir besuchten) uns immer wieder zum Staunen brachten.


Foto in einem Wald  in Seoul. V. l.: Prof. Jung Joo Kim, Johannes, PB und Prof. Dr. Dong Joo Lee


Vor allem aber war der Gottesdienst dort höchst eindrücklich: Ein Chor von 800 (!) Sängern mit Orchester, außerdem sangen noch 2 weitere Chöre und ein Spitzenbariton.  In dem erst letztes Jahr fertig gestellten Bau waren die 7000 Sitzplätze bis auf den letzten Platz gefüllt. Weitere 4000 Menschen verfolgten den Gottesdienst über Video in der ursprünglichen Kirche, die direkt nebenan steht (dort hatte ich auch das letzte Mal gepredigt, als ich  mit Ingegärd zwei Semester in Korea lehrte. Und man stelle sich vor: Dieser Gottesdienst war nur einer von fünf Gottesdiensten an diesem Tag! Für das rapide Wachstum (innerhalb 30 Jahren von 0 auf 100.000 Mitglieder) in einer einzigen Gemeinde  dürfte es weltweit, ja in der Geschichte der Christenheit  wohl nur wenig Parallelen geben. (In unserer Zeitschrift  DIAKRISIS hatte ich im Jahre 2004 einen ausführlichen Bericht über die Myung Sung Church und ihren Gründer veröffentlicht.

Während ich neben meinem koreanischen Übersetzer auf dem Podium Platz nahm, saß Johannes neben dem Gründerpastor Sam Whan Kim. Er hatte einen Schuh ausgezogen, und saß im halben Lotussitz auf der Bank. Sein Sohn übersetzte meine Predigt über Genesis 32, 22 –31.

Die Qualität, aber auch die Lautstärke des riesigen Chores war überwältigend. Überhaupt spielt Musik in den Gottesdiensten in Südkorea eine große Rolle. Schon tags zuvor hatten wir über die Chöre der ältesten presbyterianischen Kirche Südkoreas gestaunt, bei 5000 Mitgliedern haben sie 14 Chöre! Die 7 Hauptchöre dort haben  jeweils über 100 Sänger).

Interessant war für Johannes, dass niemand die riesige Holzparkett Bühne mit Schuhen betreten darf, nicht einmal der Senior Pastor. Alle müssen entweder auf Socken oder mit bereitgestellten Hausschuhen auf die Bühne gehen, was ja ein ziemlicher Akt ist bei dieser Unzahl von Beteiligten.

Als ich meine Predigt beendet hatte, ging der leitende Pastor (es gibt in dieser Gemeinde glaube ich insgesamt 50 Pastoren!) auf die Bühne und kommentierte nochmal die Predigt für weitere 35 Minuten und zwar sehr positiv, da Papa anhand der Geschichte von Jakob am Jabbok über das Ringen im Gebet predigte, was auch dem Pastor auch ein großes Anliegen war.

Völlig ungewöhnlich fanden wir auswärtigen Gäste die Mischung von westlich-klassischer Musik, koreanischer Musik und dann für eine relativ kurze Zeit sehr impulsive, etwas ekstatisch wirkende  Gebet. Bei diesem beten alle Gottesdienstbesucher gleichzeitig mit lauter Stimme und hoch erhobenen Händen, während viele ihren Oberkörper vor und zurück wiegten. Irgendwann war dieses polyphone Gebet dann aber schlagartig wieder vorbei und der Gottesdienst wurde mit teilweise sehr traditionellen Liedern fortgesetzt.

Das Gottesdienstgeschehen wurde von Kameras auf Großleinwände übertragen und auch auf  eine Videodiskette aufgenommen, die mir nach dem Gottesdienst überreicht wurde. Wenn jemand von Euch uns einmal besuchen möchte, könnten wir ihm zum Gewinnen eines eigenen Eindrucks diese Diskette vorspielen. Am Ende verabschiedete sich noch der Sohn von uns mit einem Umschlag, der ein geradezu fürstliches Honorar, was mich sehr beschämte.

Darum überließ ich es später Dong Joo Lee als Beitrag zur Erstattung ihrer hohen Unkosten für die Flugtickets schon im Vorjahr und die Unterbringung im Hotel Ambassador.

In Seoul waren wir in einem der feinsten Hotels Südkoreas untergebracht, wo auch die Botschafter absteigen - es hieß tatsächlich auch „Ambassador“. Die Kosten wurden von vier koreanischen Professoren getragen.

Besuch im Theologischen Seminar der Holiness Church, mit einer Tänzerin in koreanischer Folklore- Tracht mit Trommel. Dahinter Rektor Prof. Hong


Abends aßen wir dann im  Kontras zum sonstigen Geschlemme Käse und Wurst mit Schwarzbrot ohne Butter- Mitbringsel eines koreanischen Bekannten von uns, Dr. Peter Chang, des Leiters der aus Korea kommenden University Bibel Fellowship (UBF). Johannes und ich konnten es kaum fassen, dass Dr. Chang eigens von Köln nach Korea geflogen kam, um mich bzw. meine Dienste hier (vor allem im Gebet) zu unterstützen!

Die koreanischen Gemeinden nutzen ihr Geld, das ihnen in reichen sonntäglichen Opfergaben zufließt,  aber wesentlich für drei Zwecke: Ihren eigenen Aufbau, für Evangelisation und Weltmission wie auch für soziale Programme in allen Bereichen – sie tun tatsächlich für die Armen und Benachteiligten deutlich mehr als der Staat!

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Beyerhaus - Familienwappen

5. April 2012

Vita  von Peter Beyerhaus

Peter Paul Johannes  B e y e r h a u s  wurde am 1. Februar 1929 als Pfarrerssohn in Hohenkränig, Mark Brandenburg, geboren. Abitur 1947 in Berlin-Hermsdorf.

Theologiestudium an den Universitäten Berlin, Halle, Heidelberg, Bonn und Uppsala, sowie an der Kirchlichen Hochschule in Bethel. Erstes und Zweites kirchlich-theologisches Examen in Berlin (1952 und 1955); Vikar beim Deutschen Evangelischen Missionsrat in Hamburg bei Professor D. Walter Freytag (1953/54); missionswissenschaftliche Studien bei Professor Dr. Bengt Sundkler in Uppsala, Schweden (1952-53 und 1955-56); dort Lizentiat und Doktor der Theologie 1956.

Ordination durch Bischof Dibelius in Berlin Juni 1955; anschließend Pastor an der
Gemeinde zum Guten Hirten in Berlin-Friedenau.

Heirat mit Ingegärd Kalén 1955 in Norrköping, Schweden. 1957-1965 im Dienst der Berliner Missionsgesellschaft in Südafrika. 1960-65 Dozent und zuletzt Rektor am Lutheran Theological College in Umphumulo, Natal. Vorsitzender der Theologischen Kommission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Transvaal und der Student Christian Association (SCA) in Natal.

1966 wurde Beyerhaus auf den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen berufen und mit der Leitung des gleichnamigen Institutes betraut. - 1974/75 Dekan der Evang.-theol. Fakultät.–  Hauptforschungsgebiete: Theologie und Strategie der Mission, Geschichte der Ökumenischen Bewegung sowie die Begegnung des christl. Glaubens mit den Fremdreligionen.
Von 1989 bis 1994 leitete er die Freie Hochschule für Mission in Korntal, an der er seit ihrer Gründung unterrichtet hatte, als ihr erster Rektor.

Er nahm als theologischer Beobachter an den Weltmissionskonferenzen in Bangkok 1973 und San Antonio 1989 sowie an den Vollversammlungen des Ökumenischen Rats der Kirchen in Nairobi 1975 und Vancouver 1983 teil und veröffentlichte über seine dortigen Erfahrungen kritische Berichte.

1974 wirkte P. Beyerhaus als Plenar-Referent am Internationalen Kongress für
Weltevangelisation in Lausanne mit und war 1975-1984 Mitglied des Lausanner Komitees für Weltevangelisation. Mitwirkung an den meisten internationalen Konsultationen und Folgekonferenzen der Lausanner Bewegung; so auch in Manila 1989 (Lausanne II) mit einem Plenarreferat.
Im März 1969 wurde er Mitbegründer des Theologischen Konvents Bekennender Gemeinschaften, zu dessen Präsidenten er 1972 gewählt wurde und dem er für 33 Jahre ununterbrochen, bis zur Überführung des Theologischen Konvents in einen "Theologischen Ausschuss", vorstand.

1970-74 Gründungsrektor des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen.
Im September 1970 ergriff er die Initiative zur Gründung der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands und war seither bis 1998 deren Schrift- und Geschäftsführer.
Seit Gründung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften im Juli 1978 in London bis 2009 war er deren Vorsitzender und verantwortlich für ihre regelmäßigen Bekenntniskongresse. Im Oktober 2010 wurde er zum Ehrenpräsidenten der IKBG/ICN gewählt.
Seit er im März 1970  zum Initiator der auf ein weltweites Echo gestoßenen "Frankfurter Erklärung zur Grundlagenkrise der Mission" geworden war,  folgte Beyerhaus jährlich Einladungen zu Studien- und Vortragsreisen, die ihn in lebendigen Kontakt mit zahlreichen Kirchen, Missionen und theologischen Ausbildungsstätten auf allen Kontinenten brachte. Er hielt Gastvorlesungen, leitete Rüstzeiten für Missionare und sprach auf evangelistischen Großveranstaltungen wie z.B. EXPLO '74 und World Evangelization Crusade 1980 in Seoul, Korea.
Am 30. März 1980 wurde er als erster evangelischer Theologe von Papst Johannes Paul II. und am 29. August 2009 von Papst Benedikt XVI. zu Gesprächen über die ökumenische Bewegung und das Verhältnis zwischen der Römisch-Katholischen Kirch und dem Luthertum  in Privataudienz empfangen.

Im Jahre 1987 gründete er die Bekenntnisbruderschaft St Peter und Paul und wurde am 29. Juni 1989 zu ihren bischöflichen Leiter geweiht. Im September 2010 initierte eer im Kloster Amelungsborn deren Zusammenschluss mit verwandten lutherisch-liturgischen Fraternitäten zum Bund Apostolischer Bruderschaften.
Auch nach seiner Emeritierung vom Tübinger Lehrstuhl im März 1997ist  P. Beyerhaus als theologischer Lehrer und Forscher tätig geblieben.  Er war zeitweise  Gastprofessor u.a. an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Leuven (Belgien), und an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel, deren Gründung er gefördert hatte, an der  der Gustav-Siewerth-Akademie in Bierbronnen (Schwarzwald) sowie an der Trinity International University, die ihm im Juni 1996 den Doctor of Divinity honoris causa verlieh.
Im Jahr 2003 nahm er für zwei Semester einen Lehrauftrag an der Yonsei-Universität in Seoul/Südkorea wahr.
Im Nov. 2004 lehrte er gastweise, an der Theological Christian University  in Tokio/Japan.
Bei den Dreijährigen Kongressen der der Asian Missions Association (AMA) in Moskau/Russland 2003,  in Ephesus/Türkei 2006 sowie in Jakarta/Indonesien 2010 hielt P. Beyerhaus Plenarreferate.
1983 wurde er von Prinz Wilhelm Karl von Preußen zum Ehrenritter, 1997 zum Rechtsritter des Johanniter-Ordens ernannt.
Im März 1980 empfing ihn Papst Johannes Paul II. und im August 2009 Papst Benedikt XVI. in Privataudienz.
Peter und Ingegärd Beyerhaus wohnen seit April 1997 in D-72810 Gomaringen-Stockach, Schulstraße 1. Sie haben 5 erwachsene Kinder 13 Enkel und einen Urenkel.
Die Mutter von Prof. Beyerhaus, wohnhaft in Berlin und seit 1988 Pfarrwitwe, beging im Jahr 2012 ihren 105. Geburtstag.

Veröffentlichungen (in Auswahl):

Dissertation: Die Selbständigkeit der Jungen Kirchen als missionarisches Problem, Wuppertal 19643(auch in Englisch).

The Church Crossing Frontiers (Festschrift für Bengt Sundkler; Hg.), Uppsala 1969.
Humanisierung - einzige Hoffnung der Welt? Bad Salzuflen 19712 (auch in Englisch, Finnisch, Japanisch und Koreanisch)

Allen Völkern zum Zeugnis, Wuppertal 1972 (auch in Englisch und Norwegisch).

Bangkok '73 - Anfang oder Ende der Weltmission? Bad 1973 (auch Englisch und Norwegisch).

Hg.: Ideologien - Herausforderung an den Glauben, TELOS-Dokumentation, Bad Liebenzell 1979.

Aufbruch der Armen, Bad Liebenzell 1981.

Krise und Neuaufbruch der Weltmission (ges. Aufsätze), Bad Liebenzell 1987.
Hg. mit L. v. Padberg:

a) Eine Welt - eine Religion? Aßlar 19892

b) Der Konziliare Prozeß – Utopie oder Realität? Aßlar 1990. God's Kingdom in the Utopian Error, Wheaton, Ill. 1992.

Er sandte sein Wort - Theologie der christlichen Mission, Bd.1, 1996, 2008 auf koreanisch.

Mission and Apologetics.
Koreanisch: Christian Literature Crusade Seoul 2004;
englisch: VTR Nürnberg 2005 – edition afem, mission specials 4.

HG::Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus. 8 Euroäischer = II. Ökumen. Bekenntnis-Kongreß in Bad Blankenburg. Dokumentarbericht. VTR Nürnberg 2007.

HG::Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche. Trinitarisch anbeten – lehren – leben. Ein bekenntnis-ökumenisches Handbuch. VTR Nürnberg:

Er begründete 1980 die Quartalszeitschrift DIAKRISIS und war bis 2010 ihr Schriftleiter.

Festschriften für Peter Beyerhaus:

Zum 60. Geburtstag: Martyria, hg. v. Jörg Kniffka, Wuppertal 1989.

Zum 70. Geburtstag: Kein anderer Name, hg. v. Thomas Schirrmacher, VTR, Nürnberg, 1999.

Adresse:

Schulstraße 1
72810 Gomaringen
Telefon (Institut Diakrisis):   07072 - 92 03 42
Fax (Institut Diakrisis):        07072 - 92 03 44
E-Mail:                             Opens window for sending emailPeter.Beyerhaus(at)gmx.de

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